Fefes Blog, meine Quellen und ein wenig Griechenland

Zunächst ein kleines Resümee: Vor drei Tagen habe ich etwas über meine nicht vorhandene, politsche Bildung geschrieben (und meinte damit auch mein Nicht-Wissen über das Weltgeschehen), aber anstatt sofort etwas zu ändern, habe ich mir erst gestern Abend ein dutzend neue (Nachrichten-)Startseiten angelegt. Woher kommt diese Verzögerung? Offensichtlich aus meiner Faulheit, Vergesslichkeit und dass ich nächste Woche noch zwei Klausuren schreiben muss? Und vielleicht eine Vorahnung, dass politische Bildung zeitintensiv sein wird; immerhin sitze ich heute morgen schon ‘ne Stunde an den Nachrichten und das Schreiben dieses Blogeintrages ist da noch gar nicht mit eingerechnet (das wäre nochmal ‘ne Stunde). Vielleicht dauert’s aber auch nur solange, weil ich Anfänger bin, hm…

Wie auch immer, nun steht das Dutzend. Jetzt werden einige vielleicht voller Sarkasmus rufen: “Wow, du liest schon Nachrichten? Was bist du doch für ein Weltenverbesserer!” Aber hey, immerhin habe ich jetzt Schritt 2 (“Fang an dich besser zu informieren.”) abgeschlossen. Schritt 1 war übrigens “Habe ernsthaftes Interesse, etwas zu bewegen!”, das habe ich ja schon hier verlauten lassen.

Also welche Medien benutze ich? Von meinen alten Gewohnheiten habe ich ja Fefes Blog geerbt. Was für ein Blog ist das überhaupt und was ist ein Fefe? Fefe ist der Spitzname für Felix (von Leitner, wie mir gerade der Wikipedia-Artikel zum Blog verriet), der den Blog betreibt und Mitglied im CCC (mit welchem ich mich nicht großartig beschäftigt habe) ist. Fefes Blog ist nach seiner eigenen Aussage (natürlich) kein Nachrichtensender und schon gar nicht neutral, im Gegenteil: Die Einträge sind im Gesamten subjektiv und das Nachrichtenangebot vorgefiltert auf Politik und Technik und vor allem (fast) immer mit Quellen belegt. Sarkasmus und Ironie ist auch in Fülle zu finden. Gerade das hat es für mich damals so interessant gemacht, da es mein kleines Fenster zum Weltgeschehen wurde und mir viel Arbeit abgenommen hat, Nachrichtenseiten nach für mich relevanten Einträgen zu durchsuchen. Wie gesagt, heute schon ‘ne Stunde + Blogeintrag und ich habe noch 7 interessante Tabs offen, neben denen zu Griechenland.
Da fällt mir ein: Ich hatte glaub ich in meinem letzten Eintrag vergessen zu erwähnen, dass ich vor Fefe eine Zeit lang Spiegel Online gelesen hatte.

Nun habe ich noch einiges zu Fefes Blog dazu genommen, unter anderem die Süddeutsche Zeitung und wieder Spiegel Online, auch ein, zwei ausländische Quellen wie etwa den BBC. Als sehr empfehlenswert darunter empfinde ich die Seite des Bundesverfassungsgerichtes, die haben ein großes Archiv, welches bestimmt sehr interessant durchzublättern ist, wenn man mal zwischendurch ein Stündchen frei hat.

Wozu tu ich mir das alles an? Ganz einfach, ich will informiert sein, wenn ich später akutelles Tagesgeschehen kommentieren soll/muss. Ein sehr interessantes Beispiel ist die Griechenland-Krise, wobei das Wort “Krise” zunächst einmal aus Sicht der EU zu verstehen ist. Ist ja leicht verständlich, dass die EU, die letztendlich auf Profit ausgerichtet ist (neben ein paar netten (Zollunion) und weniger netten (Vertrag von Lissabon) Folgen für den Bürger), es nicht gerne sieht, wenn ein Mitgliedsstaat plötzlich so viel Geld braucht (war ja auch seitens der CDU nie vorgesehen). Nun ist es aber so, dass der wirtschaftliche Verfall in Griechenland schon seit einigen Jahren von statten geht; Jahre, in denen ich nicht aufgepasst habe. Zudem fehlt mir ja fast jedes Verständnis von Wirtschaft, wie kann man es also glaubwürdig finden, wenn ich Samaras’ Versprechen der Rückzahlung unrealistisch finde? Ich meine, selbst wenn sie jemals den genauen Betrag zurückzahlen können, werden sie nicht den genauen Wert (Stichwort In-/Deflation) zurückzahlen und wenn sie es doch tun, aber der Betrag dann kleiner ist, wird es auch einige Idioten geben, die sich dann meinen beschweren zu müssen. Abgesehen davon hat Griechenland einen Imageverflust gelitten, an dem sicherlich die Bild einen nicht unerheblichen Anteil an Schuld trägt. Und dann treffen sich die hohen Herrschaften an Politikern Europas, um weitere Details abzustimmen, während die Bevölkerung Griechenlands vor die Hunde geht. Ich werfe den meisten hohen Politikern (“hoch” sind solche, die regelmäßig aus “Geschäftsgründen” in andere Länder reisen) etwas Realitätsfremde vor, doch zumindest glaube ich, dass es dem Samaras ernster ist als unserer Bundeskanzlerin.

Welche Stammtisch-artigen Vorstellungen ich habe, um das Problem zu lösen? Mir scheinen die Politiker nur zu wissen, wie man eine Wirtschaft runterfährt, aber nicht, wie man eine aufbaut (außer durch Kriege). In Deutschland haben wir mal unsere Währung reformiert, das war 1948; ich war zwar nicht live dabei, aber das hatte meines Wissens nach recht gut geklappt. Ich will hier nicht propagieren, Griechenland aus dem Euro rauszuschmeißen, das würde dort auch bestimmt Chaos auslösen und das will keiner mit ein wenig Menschlichkeit. Ich habe lediglich eine nüchterne Überlegung angestellt, was unserem (zugegeben Nachkriegs-)Land damals geholfen hat.
Aber was weiß ich schon, ich bin ja nicht informiert und auch kein Experte.

Update: Hier noch ein schönes Video von Volker Pispers über Schulden und ein wenig Griechenland.

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